Antrag zur Ratssitzung am 15.12.09: „Neubau Clubhaus griechische Gemeinde"
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Herrn Bürgermeister Harald Birkenkamp Rathaus Minoritenstraße 2-6 40878 Ratingen 30. November 2009 Antrag zur Ratssitzung am 15.12.09 „Neubau eines Clubhauses der griechischen Gemeinde“ Sehr geehrter Herr Bürgermeister, im Anschluss an die Vorlage 338/2009, behandelt im Bezirksausschuss Ratingen Mitte am 19.11.09, beantragen wir aus begründetem Anlass, den Punkt „Neubau eines Clubhauses der griechischen Gemeinde“ auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 15.12.09 zu setzen. In der Sache selbst werden wir dort den Antrag stellen die Verwaltung zu beauftragen, mit der griechischen Gemeinde über die Größe, die Lage und die Fassadengestaltung zu verhandeln. Größe und Lage des Gebäudes sollen sich möglichst am vorhandenen Altbau orientieren. Ungeachtet dessen werden wir vorsorglich beantragen, die Befreiung für den Neubau nicht zu erteilen, weil die Voraussetzungen nach § 31 Abs. 2, Nr. 1 und 2 Baugesetzbuch nicht vorliegen. Begründung: Die Vorlage 430/2008 gibt unter Ziffer 1 und 2 die Vorgeschichte und die Beschlusslage zutreffend wieder. Danach wurde vom Rat am 22.04.08 u.a. beschlossen: “... die Größe des Gebäudes wird auf max. 130 qm festgelegt“. Bei diesem Beschluss orientierte man sich an dem zu ersetzenden Altbau, der die Größe von ca. 8 m x 18 m aufweist. In der Ratsvorlage 430/08 wird unter Punkt 3 auf den Konzeptentwurf der Firma Kubus-Architekten Bezug genommen, in dem von einem Versammlungsraum in der „ursprünglich geplanten Größe von rund 130 qm“ gesprochen wird. Dieser Entwurf in den Anlagen 1 und 2 wird zur Basis der Planung erklärt und zum Vertragsinhalt. Es wird kein Hinweis im Text gemacht, dass der Neubau nunmehr eine Fläche von ca. 228 qm aufweist. Der Neubau ist also über 80 qm größer als der Altbau!!! Mit der obigen Feststellung steht fest, dass der Ratsbeschluss eine wesentliche Änderung erfahren hat. In dieser Größenordnung beeinträchtigt darüber hinaus der Neubau die ausgewiesene Grünfläche und ist darum städtebaulich nicht zu vertreten. Es handelt sich um etwas ganz anderes, als um den Ersatz des Altgebäudes – bislang Clubhaus –, nunmehr geht es um den Bau eines Festsaales. Im Vertrag heißt es allerdings in der Präambel stattdessen: “... deshalb soll das Haus an gleicher Stelle neu gebaut werden...“. Damit ist auch die Lage des Neubaus vertraglich fixiert. Ein Neubau längst der Straße ist nicht nur städtebaulich unvertretbar, sondern auch vertragswidrig. Zur Begründung des vorsorglich gestellten Antrags keine Befreiung zu erteilen, wird auf die Kommentierung zu § 31 BauGB von Battis/Krautzberger/Löhr verwiesen. Mit freundlichen Grüßen Lothar Diehl                                         Dr. Alfred Dahlmann Fraktionsvorsitzender                             Ratsmitglied

Bau griechischer Gemeinde in Ratingen !!

Seit Jahren bemüht sich die griechische Gemeinde in Ratingen um geeignete und zuletzt um einen Neubau in der Stadt nahe Düsseldorf. Denn die alten Räumlichkeiten am Hauser Ring sind nicht mehr zumutbar. Das griechische Zentrum ist dort in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach ist nicht mehr so recht dicht, Isolierung fehlt, die Abwasserleitungen laufen nicht mehr ab.
Zunächst wollte die Stadt der Gemeinde 2007 einen Pavillon schenken, doch damals fehlte der Gemeinde das nötige Geld, bzw. war es mit hohen Kosten bis zu 200.000 € verbunden, den Pavillon von einem Ort der Stadt zum Anderen zu transportieren und ihn dort aufzubauen.
Der Rat der Stadt Ratingen beschloss dann am 22.04.2008 der griechischen Gemeinde einen Neubau als Ersatz des derzeitigen maroden Altbaus zu genehmigen. Doch den Griechen weht jetzt Gegenwind der Bürger Union ins Gesicht, da anstelle der genehmigten 130 qm auf Grundlage der eingereichten Pläne, sie nun 228 qm bauen wollen ohne es irgendwo vermerkt zu haben.
Die Fraktion der Bürger Union stellte beim Bürgermeister daher den Antrag, den Bau mit den neuen Absichten der Griechen nicht so zu genehmigen. Am 15.12.2009 wird es in der Ratssitzung erneut diskutiert.
Doch so lange will der emsige Vorsitzende der Ratinger Griechen, Leonidas Stamatopoulos nicht warten. “Die ursprünglichen Pläne wie sie auch vom Rat genehmigt worden sind, haben wir nicht verändert”, sagte er ellasnet und hat keinen Zweifel daran, dass hier ein großes Missverständnis vorliegt. “Die Bruttofläche betrug von Beginn an 220 qm, daher stellen sich die Fragen, ob die Bürger Union uns das Leben nur schwer machen wollen oder die wirklich hier etwas falsch Verstanden haben,” so Stamatopoulos. Deshalb hat er persönlich mit dem Vorstand der Bürger Union, die auch den Bürgermeister der Stadt stellen, Kontakt aufgenommen und ihn am Sonntag zu einem klärenden Gespräch eingeladen. Fraktionsvorsitzender Lothar Diehl hätte schon zugesagt. “Die erste Rate ist doch von der Stadt an die Baufirma bezahlt worden”, hofft der Vorsitzende von 1200 Griechen in der Stadt Ratingen auf schnelle Klärung.

Ratingen
Neues Heim für die Griechen !!

Die Stadt Ratingen wollte der Griechischen Gemeinde einen alten Pavillon schenken. Doch für den Transport und Aufbau fehlte dem Verein das Geld. Nun soll ein vollwertiger Ersatz fürs marode Vereinsheim her.


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Die Mitglieder des Griechischen Vereins am Hauser Ring können aufatmen: Die Stadt hat signalisiert, dass sie ein neues Vereinsheim bekommen werden.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heißt es gemeinhin. Doch wenn ein vermeintlich Präsent schon offensichtlich mit einem dicken Pferdefuß daherkommt, sollte man aufmerksam werden. So hat die Griechische Gemeinde dankend ein Angebot der Stadt abgelehnt, den nicht mehr benötigten Pavillon des ehemaligen Cafés Lichtblick gratis zu übernehmen: Abbau, Transport und Aufbau sowie Entsorgung des alten Vereinsheimes könnten nach ersten groben Schätzung zwischen 150 000 und 200 000 Euro verschlingen. Zuviel für die Vereinskasse. Zumal eine Sanierung der 30 Jahren alten Pappschachtel am Hauser Ring schon für etwa 80 000 Euro zu haben wäre. Nun hat Erster Beigeordneter Klaus-Konrad Pesch einen Neubau in Aussicht gestellt.

Der Griechische Verein, bei dem Integration groß geschrieben wird, hat auch etwa 40 deutsche Mitglieder.
Außerdem gibt es zwei gemischte Tanzgruppen.
SPD und CDU hatten sich in Brandbriefen an Bürgermeister Harald Birkenkamp (BU) für eine schnelle Lösung des Problems eingesetzt. „Das griechische Zentrum ist in einem erbärmlichen Zustand. Das Dach ist nicht mehr so recht dicht, Isolierung fehlt, die Abwasserleitungen laufen nicht mehr ab“, so beschreibt SPD-Fraktionschef Christian Wiglow den Pavillon.
Der Vorschlag der Stadt, den nicht mehr nötigen Pavillon aus West dort aufzubauen, habe zunächst „gut und vernünftig“ geklungen. Doch dann habe sich herausgestellt, dass die Stadt dieses „Geschenk mit einigen unmöglichen Nebenbestimmungen versehen hat“: Der Verein sollte die Arbeiten auf eigene Kosten übernehmen. So könne man keine Ratsbeschlüsse umsetzen, schimpfte Wiglow. Er forderte die sofortige Beseitigung der Mängel und einen Neubau im kommenden Jahr.

Auch Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender und CDU-Ratsmitglied David Lüngen mahnten eine Lösung an: Eine Sanierung sei nicht mehr wirtschaftlich. Entweder richte die Stadt das alte Café Lichtblick am Hauser Ring her oder baue dort komplett neu: Eventuell nötige Mittel seien „überplanmäßig zur Verfügung zu stellen“. Gemeinsam mit dem Verein soll geklärt werden, wie „ein moderater Beitrag“ der Griechen zum Beispiel bei Nebenkosten und Gebäudeunterhaltung aussehen könnte. Für den Außenbereich fordert die CDU Sitzgruppen und Abfallbehälter. Auch sollten die Mitglieder die Grünanlagen selbst pflegen. Doch angesichts der vielen Bauprojekte der Stadt sieht er fürs Vereinsheim wenig Hoffnung. Das Thema dürfte jedenfalls nach den Ferien den Rat beschäftigen.
Bei der Stadt hieß es auf Anfrage, dass man die Höhe der Folgekosten für das Geschenk wohl falsch eingeschätzt habe: „Ein Missverständnis.“
In einem Schreiben an Christian Wiglow hat Klaus-Konrad Pesch nun mitgeteilt, dass das Dach des alten Vereinsheimes mittlerweile abgedichtet sei. „Soweit wirtschaftlich vertretbar“, werde durch das Hochbauamt die vorübergehende weitere Nutzung sichergestellt.
„Letztlich stellt ein Neubau des Pavillons die wirtschaftlichste Lösung dar“, so Pesch weiter. Die Neubaukosten sollen in den Haushalt 2008 eingestellt werden. KOMMENTAR


Griechen feiern fürs neue Zentrum !!!

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden – diese Möglichkeit hatte jetzt die griechische Gemeinde in Ratingen. In der Festhalle an der Kaiserswerther Straße wurde zusammen mit den beiden Sängern Kariofilis Doitsidis und Prodomos Kathiniotis bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Mit den Einnahmen aus dem Fest soll der Neubau des griechischen Gemeindezentrums am Hauser Ring finanziert werden.


"Das Gemeindezentrum ist für uns sehr wichtig", erklärten Ewangelos Makos (2. Vorsitzender) und Thomas Voulkidis (Schriftführer). Damit das Fest ein Erfolg wird, hatten sie viel Werbung gemacht, als Ehrengäste konnten sie am Samstagabend die Oberbürgermeister von Thessaloniki und der Provinz Thrakien unter den Gästen begrüßen.
Das gesammelte Geld wird in den Innenausbau des neuen griechischen Zentrums fließen. Denn um den Neubau hatte es lange und zähe Verhandlungen gegeben. Der von der Stadt zur Verfügung gestellte Pavillon ist in einem desolaten Zustand, eine Sanierung würde sich nicht lohnen. Die Verwaltung und die griechische Gemeinde einigten sich darauf, dass die Stadt für den Neubau einen Investitionszuschuss in Höhe von 210 000 Euro gibt, der Innenausbau und die Pflege der Außenanlage wird von der griechischen Gemeinde übernommen. Um das Geld aufzutreiben, gründete sich ein Förderverein.


Der Beschluss über diese Lösung durchläuft derzeit die unterschiedlichen Gremien. Bei der Gemeinde hofft man auf einen Baubeginn im Mai. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte Thomas Voulkidis. Denn die Gemeinde hat viele Pläne für die Zukunft und möchte die Angebote für ihre Mitglieder, aber auch für alle anderen Ratinger deutlich ausbauen.
"Unter unseren 180 Mitglieder sind etwa 35 Deutsche", erklärt Ewangelos Makos. Viele von ihnen würden gerne griechische Sprachkurse belegen. Außerdem sollen die Tanzkurse für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden, und auch über eine Über-Mittag-Betreuung denkt man am Hauser Ring nach. "Wir wollen ein Zentrum für Jung und Alt aufbauen, wo sich nicht nur Griechen, sondern auch Deutsche treffen können", so Makos. "Aber dazu brauchen wir Platz."


Grundsteinlegung für das griechische Zentrum (24.09.2010)

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